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1987,
ich war 13 Jahre alt und fuhr mit dem Nachtzug durch West-Berlin, sah ich
in einem lähmenden Höhenflug zum ersten Mal in meinem Leben diese andere
Welt - die Lichter in allen Farben des Regenbogens, das kapitalistische
Paradies, die Stadt der glücklichen Menschen. Die Neonlichter sagten mir,
dass alles möglich ist. Für meine Generation, also Menschen, die in den
70ern geboren wurden, war Deutschland vor allem die BRD, das war die erste
Assoziation, als ich ein Kind war, und die BRD, das wusste man, stand für
tolles Spielzeug, satte Farben und die süßesten Süßigkeiten. Deutschland
bedeutete Wohlstand, Handel und Schwarzarbeit, mit dem legendären Verdienst
eines Jahresgehalts eines polnischen Arbeiters an einem Tag. Deutschland
war so eine leichte Arbeit, für Gewiefte, denn sogar wenn die Arbeit schwer
und erniedrigend war, die Rechnung ging auf und war unbarmherzig vorteilhaft,
so dass alle widrigen Umstände unwichtig wurden.
Es gab natürlich auch andere Verknüpfungen
zu dem Schlagwort "Deutschland", entstanden in den Geschichtsstunden
und den in Polen allgegenwärtigen Friedhof-Mahnstätten und sowjetischen
Propagandafilmen über den Zweiten Weltkrieg. Nur dass diese zweite Assoziation
abstrakt war, unwirklich, wirklich dagegen war der Glanz auf dem Matchbox-Auto
eines Klassenkameraden. Vielleicht war das Matchbox-Auto in England oder
Hongkong produziert, doch für uns war offensichtlich, dass es aus Deutschland
kommt, weil die wunderbaren Sachen eben aus Deutschland kamen, sie entstanden
in den Händen der Väter, die auf den Baustellen im Ruhrpott schufteten.
Im Laufe der Jahre reifte die Vision von
Deutschland und des bunt schillernden Bildes des kapitalistischen Paradieses
und wurde durch immer mehr Grau und Schwarz ergänzt. Wenn ich meinen alten
Pass öffne, sehe ich auf meinem Visum und der Aufenthaltsgenehmigung einen
großen roten Stempel "Erwerbstätigkeit nicht gestattet", Diese
Aufschrift ist doppelt so groß wie "Bundesrepublik Deutschland".
Denn es zeigte sich, dass die Deutschen unsere Arbeit überhaupt nicht
wollen. Später zeigte sich auch, dass für den letzten (Zwangs-)Auftrag,
den von vor 60 Jahren, immer noch Verbindlichkeiten geregelt werden müssen.
Es zeigte sich auch, dass obwohl wir so fleißig sind, wir nicht immer
dafür gemocht werden.
In der gesamten Zeit ist es die Arbeit,
die unsere gemeinsame Geschichte bestimmt, sie weckt Emotionen und ist
der wichtigste Aspekt unserer gegenseitigen Kontakte. Gerade deshalb haben
wir die ARBEIT zum Helden unserer Ausstellung gemacht. Eröffnet wird sie
nur eine Woche vor dem EU-Beitritt Polens. Als Kuratoren haben wir versucht,
uns in die Rolle der Polen in Deutschland zu versetzen, die ihnen von
der Geschichte verschrieben wurde - wir versuchen uns als illegale Arbeiter.
Jetzt, wenn ich es schreibe, weiß ich noch nicht, ob es uns gelingt, im
Rahmen der Ausstellung eine kleine Bar zu betreiben und welche Mächte
uns dabei vielleicht hindern werden. Um die Bar zu betreiben, haben wir
auch vor, die letzte Schmuggelaktion aus Polen nach Deutschland zu machen.
Wir schmuggeln Wodka, Zigaretten und Wurst über die Grenze. So wie es
immer in unserer Geschichte war - illegal. Ob der EU-Beitritt Polens viel
ändern wird? Ist das der letzte illegale Transfer des Polnischen nach
Deutschland? Bestimmt nicht, der empfindlichste Markt von allen - der
Arbeitsmarkt - bleibt verschlossen.
Micha³ Kaczyñski
Gleichzeitig
ist das Thema Arbeit in zweierlei Hinsicht beschämend - nicht nur aufgrund
des deutsch-polnischen Verhältnisses, auch in der Verbindung zur Kunst.
In unserer Gesellschaft herrscht immer noch der Mythos des Künstlers vor
- Genie oder Scharlatan - als einer, der nicht allzu viel arbeiten muss.
Ein freier Beruf, LEICHTE ARBEIT, so ist also die Kunst. Doch für den
größten Teil der polnischen Künstler ist Kunst nicht der Beruf, denn sie
verspricht kein gesichertes Einkommen. Die gesellschaftspolitische Situation
und der überwiegend niedrige Respekt für die Kunst selbst zwingen den
Künstler immer wieder, sich die Frage zu stellen, ob ihre Arbeit überhaupt
benötigt wird. Man kann sich kaum eine schwierigere Arbeit vorstellen
als völlig nutzlose Arbeit. Auf der anderen Seite scheint die Situation
sehr vielversprechend - es gibt nichts schöpferischeres, als die Notwendigkeit,
sich unentwegt über den Sinn der geleisteten Arbeit Gedanken zu machen.
Und es gibt keine schlechtere Kunst als die, die im Überfluss und durch
Gewöhnung entstanden ist. |
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Agata
Bogacka, geboren 1976 in Warszawa. Genießt den doppeldeutigen
künstlerischen und gesellschaftlichen Status eines Stars der Warschauer
Szene. In ihren Bildern, hier ist sie eine Ausnahme in Polen, verbindet
sie formelle Raffinesse mit einer sehr tief verwurzelten emotionellen Autobiographie.
Agata Bogacka malt vorzugsweise Porträts ihrer Freunde, Liebhaber, Bekannten,
Familienmitglieder und ihre eigenen. Die Bilder scheinen kühl und sparsam.
Hinter dieser sterilen Form verbergen sich beunruhigende Themen über zerstörte
Beziehungen, psychische Verwirrungen und Depressionen. Die zahlreichen Selbstporträts
können den Betrachter durch Erotismen verstören - doch sind sie melancholisch
und provokant zugleich. In den neuesten Arbeiten finden sich Szenen aus
dem Grenzbereich zwischen Realität und Fantasie und ihre Logik weicht Psychedelischem,
Ängsten und Trugbildern.
Ihre Arbeit steht der psychischen Obsession näher als dem ausgebildeten
Kunsthandwerk, darüber erzählen auch ihre neuesten Bilder, die in der Ausstellung
„Leichte Arbeit” präsentiert werden. Szenen wie aus einem Albtraum, in dem
sich die Künstlerin nicht vor der rosa Farbe wehren kann. Sie kleckert mit
ihr und schafft dadurch Bilder, doch es sind nicht abstrakte Farbkompositionen,
sondern greifbare Spuren menschlicher Anwesenheit.
Rafa³
Jakubowicz, geboren 1974 in Poznan. Künstler und Kunstkritiker.
Abschluss mit Diplom an der Akademie für Bildende Künste in Poznan und
derzeit Doktorand am Kunsthistorischen Institut der Adam Mickiewicz Universität,
Poznan. Seine Kunst entwickelte sich schnell - von großformatigen, abstrakten
Gemälden bis zu intelligenten und umstrittenen Aktionen die immer im strengen
Verhältnis zur Realität stehen. Voller absurden Humors, doch gleichzeitig
voller Gefühl für anarchisierende Gemütslagen der Gesellschaft sind die
Projekte der Gruppe Wunderteam, in der neben Rafa³ Jakubowicz auch Wojciech
Duda und Pawe³ Kaszczyñski mitwirken.
Die Installation "Arbeitsdisziplin" (2002) zeigt einen Ausschnitt
der Fabrikgebäude von Volkswagen in Antoninek bei Poznan. Diese einfache,
doch durch den Verweis auf feindselige Bilder unserer visuellen Erinnerung
sehr eindringliche Arbeit, rief einen der größten künstlerischen Skandale
in Polen hervor. In Folge einer beispiellosen Einmischung der Volkswagendirektion
und des Oberbürgermeisters von Poznan wurde die Ausstellung, die in der
städtischen Galerie Arsena³ stattfinden sollte, zurückgerufen. Letztendlich
wurde die Ausstellung in dem besetzten Haus Rozbrat in Poznan gezeigt.
Es ist der erste Fall von Zensur zeitgenössischer Kunst in Polen überhaupt,
welche auf Druck des Privatkapitals hin ihren Verlauf nahm. Ein polnisches
Sprichwort lautet: "Hau auf den Tisch - Die Schere wird antworten.
Micha³
Budny, geboren 1976 in Leszno. Budny stellt raffinierte
Rekonstruktionen von Gegenständen und Formen her, die er im direkten Umfeld
des modernen Menschen findet (Postkarten, Anzeigen, Handys, CD-Player
usw.). Mittelgroße, leichte Objekte, hergestellt aus Pappe und verschiedenen
Sorten oft vergilbten Papiers, zeichnen sich durch ihre edelmutige und
zurückhaltende geradezu abstrakte Form aus. Es scheint, wir hätten es
mit zeitlosen Modellen von Dingen zu tun, die von ihrer Funktion gesäubert
wurden und zur Quintessenz ihrer Form und der auf ihr abgelagerten Zeit
wurden. In seinen neuesten Arbeiten versucht Micha³ Budny auch Naturereignisse,
die keine festgeschriebene Form haben, wie etwa Sprache, Regen oder Nebel,
mit Hilfe von Papier und Schere nachzuempfinden.
Für die Ausstellung „Leichte Arbeit” hat Micha³ Budny zwei Projekte vorbereitet.
Ein Werk aus der Serie der „unmöglichen” Skulpturen - der Lichtstrahl.
Zum anderen, das Projekt „Leichte Arbeit live”. An den ersten Tagen der
Ausstellung wird er seine Skulpturen kleben - eine nicht enden wollende
Serie von Kohlestücken.
Die Skulpturen aus Pappe und Papier, die emsig von dem Künstler geklebt
werden, sind leicht (sie wiegen nicht viel), doch ihr Sinn ist komplizierter
- sie beschreiben den Zustand von Dingen und Gefühlen, die sich nicht
in Gewichtseinheiten messen lassen. Zugleich scheinen sie sehr nah zu
sein, häuslich, hergestellt mit Papier und Klebstoff geben sie Form und
Sinn dem, was uns zuvor wie leerer Raum zwischen uns vorkam.
Rafa³
Bujnowski, geboren 1974 in Wadowice. Maler und Grafiker.
Der Kern seiner Arbeit ist die grenzüberschreitende, über die Malerei
hinausgehende Frage nach dem gesellschaftlichen Status der Kunst und des
Künstlers. Wofür sind die Bilder und woher kommen sie? In seinen verschiedenen
Arbeiten, Bilderserien mit naturalistischen Bild-Gegenständen, gerahmten
Bildern oder selbstständig durchgeführten Renovierungsarbeiten in Kunstgalerien
- entledigt sich Rafa³ Bujnowski vorsätzlich von der künstlerischen Subjektivität
und Individualität zu Gunsten von zweckgebundenem Automatismus. Er ist
fasziniert von der Vereinbarkeit der Kunst, seine Arbeiten kann man als
eigenwillige Modelle bezeichnen, als Entwürfe der Kunst, die einem den
eigenen konventionellen Blick bewusst werden lassen.
Das Gefühl der Vereinbarkeit der Kunst und der Verhältnismäßigkeit ihres
Wertes wirken auf ihn beunruhigend, doch im selben Moment treiben sie
ihn zur verstärkten Aktivität an. Fleiß ist für Rafa³ Bujnowski das Gradmaß
der Ehrlichkeit des Künstlers, deshalb malt er viel, manchmal dutzende
gleicher Bilder.
Sein neuestes Projekt - eine Serie kleiner Holzregale - bezieht sich direkt
auf die vereinbarten Werte, die bestimmten Gegenständen zugeschrieben
werden, darunter auch Kunstwerken. In einer Firma, die sich auf die Konservation
von Möbeln spezialisiert, hat er acht Repliken kleiner Holzregale aus
dem Johannes Paul II Museum in Wadowice bestellt - es ist das letzte erhaltene
Möbelstück aus dem Elternhaus des polnischen Papstes. Ein typischer serieller
Gegenstand vom Anfang des 20. Jahrhunderts, der nur durch den Zufall den
Rang eines historischen Ausstellungsstückes erreicht hat. Durch die Vervielfältigung
provoziert er zu weiteren Gedanken über Originalität und Reproduktion
von Gegenständen. Es ist aber auch subtile Reflexion über den gesellschaftlichen
Bedarf am Kultischen und seiner materiellen Manifestationen.
Oskar
Dawicki, geboren 1971. Dawicki verbindet in seiner Kunst
Performance, Konzeptualismus und Kontextualismus. In einer von Massenmedien
und oberflächlicher Popkultur dominierten Welt sucht er nach tieferen
Gründen und Beweisen für seine Existenz (oder Nicht-Existenz). Dabei entdeckt
er absurde und berechenbare Gesetzmäßigkeiten gesellschaftlicher Kommunikation:
Einer Detektivagentur hat er den Auftrag erteilt, auf die Frage "Wer
ist Oskar Dawicki?" zu antworten. Während zwei Jahren Arbeit in einer
Werbeagentur hat er heimlich sein extrem verkleinertes Foto auf den Druckbögen
platziert und nach einigen Monaten Training hat er den Intelligenztest
mit der maximalen Punktzahl von 200 gelöst. Seine Performances sind hingegen
ontologisch-illusionistische Minispektakel, während derer Dawicki - einem
modernen Magier gleich - in Samtjacke auftritt. Seine Arbeiten sind blinkende
Lichter der Metaphysik im Tunnel alltäglicher Realität.
Er zeigt Paradoxen auf - so wie in dem Projekt aus seiner Zeit in der
Werbeagentur - man kann sein Foto bis ins unermessliche vervielfältigen
und trotzdem anonym und völlig unerkannt bleiben. Jeder sieht das, was
er sehen will. Der Künstler taucht dort auf, wo die Routine unsere Wahrnehmung
abdämpft. Er überredet uns zum radikalen Optikwechsel, zum Betrachten
der Welt mit Respekt für die Details, zum Beispiel zum Betrachten von
Werbeprospekten mit der Lupe, um festzustellen, dass neben dem "Kingsize
Burger" auch wirkliches Leben existiert. Diese Sammlung von Werbebildern
„mit einem Untermieter” sind eigensinnige "moderne" Selbstporträts
des Künstlers, der den Töpfern aus dem Mittelalter gleicht, und sein eigenes
Signet auf seinen Werken hinterlässt. Der zeitgenössische Künstler baut
zwar keine monumentalen Kirchen, um Gott zu preisen, doch - bodenständiger
- erhält er sich durch Arbeit in einer Werbeagentur.
S³awomir
Elsner, geboren 1976 in Wodzis³aw ¦l±sk. Zeichner, Maler,
Fotograf und Filmemacher. Lebt in Berlin. Elsner interessieren ästhetische
Konventionen, die von Menschen verwendet werden, um ihre Persönlichkeit
zu unterstreichen und auch die Ästhetisierung, die sie dem Abbild der
Welt zuordnen. In seinen Zeichnungen hat er Vertreter verschiedener Berufsgruppen
porträtiert und kürzlich schuf er eine Serie monumentaler Nachtbilder,
die inspiriert von Pressefotografien von Kriegsschauplätzen die traurige
Beobachtung mit sich bringt, dass auf den Seiten bunter Nachrichtenmagazine
Raketenexplosionen zu buntem Feuerwerk werden. In einem seiner Fotoprojekte
hat sich S³awomir Elsner in die Rolle von 20 unterschiedlichen Berufsrollen
hineinversetzt - vom Dönerverkäufer zum Handballtrainer und Polizisten.
Seine Persönlichkeit verschwimmt fast vollständig vor unseren Augen, denn
in jeder Rolle sieht er gleichermaßen überzeugend aus. Ist er nun der
sympathische Busfahrer oder der kleine Trickbetrüger mit sympathischer
Erscheinung, der darauf wartet, das nächste Opfer über den Tisch zu ziehen,
oder doch der verzweifelte Gastarbeiter, der Anschluss sucht. In jedem
Bild ist eine dramatische Note - er hat keine Festanstellung, seine Persönlichkeit
unterzieht sich stetigem Wandel, wie die Arbeit - nur auf Abruf. Seine
Fotos und Filme sind aber gleichzeitig lustig, sie sind Verwechslungskomödien,
eine Folge von Missverständnissen, die zu absurden Schlussfolgerungen
führen kann. Von ihrer Art her sind sie unwirklich und lehren einen die
Realität als ein Spektakel zu betrachten, in dessen Ablauf wir eingreifen
können, indem man zu verschiedenen Tricks greift.
TWO¯YWO
ist eine Warschauer Künstlergruppe, die Street-Art, Stadtguerilla und
Wortkultur verbindet. Derzeit arbeitet sie in Zweierbesetzung: Mariusz
Libel (geboren 1978) und Krzysztof Sidorek (geboren 1976), beide sind
glücklich unvorbelastet durch etwaige Ausbildungen an Kunsthochschulen.
In den letzten Jahren hatten sie zwei Plakatwände im Zentrum Warschaus
zur Verfügung, auf denen sie jeden Monat ihre neuen Plakate veröffentlichten.
Ihre Arbeiten basieren auf halsbrecherischen Wortspielen und einfacher
Grafik, sie sind zugleich auch ein aktueller Kommentar der Realität, gesellschaftlicher
Tendenzen und der sinnentleerten Sprache der politischen Slogans.
TWO¯YWO war auch Vorreiter der "Vlepki" Bewegung ("Vlepki"
sind kleine, witzige und absurde Aufkleber, die von jungen Menschen in
der ganzen Stadt, besonders gerne in Nahverkehrsmitteln, verklebt werden)
und kreative Nachfolger der Warschauer Schablonen- und Graffitiszene.
Zurzeit entwickeln sie Internetprojekte, wie zum Beispiel die animierte
Filmserie unter dem Titel „Kapitan Europa”. Sie behandeln das Internet
als einen der Straße gleichwertig gestellten öffentlichen Bereich. Seit
kurzem versuchen sie ein Gleichgewicht zwischen Kunst und wirtschaftlicher
Situation zu schaffen und produzieren ihre Plakate in kleinen Auflagen,
die verkauft werden.
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